Alchemie und Wissenschaft: Könnten synthetisch hergestellte Edelmetalle und Diamanten die Preise unter Druck setzen?

von Marko Mähner14. April 2021

Gold lässt sich mittlerweile durchaus künstlich herstellen. Gleiches gilt für Silber und Diamanten. Doch was bedeuten die Edelmetalle und Edelsteine aus dem Labor für ihre natürlichen Gegenstücke? Könnten technische Neuerungen nicht einen massiven Preisverfall nach sich ziehen?

Gold und Silber: Moderne Alchimisten arbeiten mit Teilchenbeschleunigern und Kernreaktoren

Über Jahrhunderte hinweg versuchten Alchimisten vergeblich, Gold künstlich herzustellen. Dass ihre Experimente zum Scheitern verurteilt waren, ist aus moderner wissenschaftlicher Sicht eindeutig. Immerhin sind für die Synthese von Gold wahrhaft kosmische Kräfte von Nöten – Sternen-Kollisionen oder Supernova-Explosionen, um genau zu sein. Dennoch ist es Wissenschaftlern heute möglich, Gold bis zu einem gewissen Rahmen künstlich herzustellen. Für die sogenannte Goldsynthese sind allerdings Teilchenbeschleuniger oder Kernreaktoren notwendig – ein gewaltiger Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Wert des erzeugten Goldes steht. Dass künstlich erzeugtes Gold dem echten Schatz aus den Minen in einigen Jahrzehnten den Rang ablaufen könnte, ist daher extrem unwahrscheinlich. Das gilt umso stärker für Silber, denn dieses fällt bei der Kernspaltung in so geringen Mengen an, dass eine wirtschaftliche Synthese schlicht nicht vorstellbar ist.

Labordiamanten: Für die Industrie unverzichtbar, für die Schmuckbranche irrelevant

Bei Diamanten allerdings sieht die Sache ein wenig anders aus. Immerhin sind diese im Verhältnis zu ihrer Größe sehr wertvoll. Tatsächlich gibt es auch eine ganze Reihe von Unternehmen und Start-ups, die sich der künstlichen Herstellung von Diamanten verschrieben haben. Im Labor gelang es bereits in den 1950er Jahren Diamanten zu synthetisieren.

Heute ist es möglich, Diamanten mit einem Durchmesser von mehreren Zentimetern zu züchten. Diese entstehen aus Grafit, der über mehrere Wochen hinweg einem extrem hohen Druck ausgesetzt wird, oder sukzessive über Gasreaktionen. Gedacht sind die Labordiamanten allerdings weder für Anleger noch für die Schmuckbranche, sondern für die Industrie, wo sie für Schneidewerkzeuge unterschiedlichster Art dringend benötigt werden.

Die meisten künstlich hergestellten Diamanten wollen übrigens gar nicht mit den Schätzen aus den Tiefen der Erde konkurrieren. Sie unterscheiden sich so sehr von der Lichtbrechung „echter“ Diamanten, dass sie als Schmuckstücke auch gar nicht geeignet wären. Diese Unterschiede in der Lichtbrechung nutzt die Diamantindustrie für Maschinen, die Labordiamanten zweifelsfrei von natürlichen unterscheiden können. Als Wertanlage sind und bleiben synthetisch hergestellte Diamanten daher denkbar ungeeignet. Die Marktpreise können sie nicht unter Druck setzen.

Gold, Silber, Diamanten: Vertrauen Sie auf das Original

Wenn Sie sich für Wahre Werte wie Edelmetalle, Diamanten aber auch Seltene Erden interessieren, legen wir Ihnen die Lektüre unseres kostenfreien Praxisratgebers „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“ ans Herz. Hier erfahren Sie

  • warum wahre Werte Geldwerten und vielen Sachwerten überlegen sind,
  • warum Gold der ideale Kaufkraftspeicher ist,
  • inwiefern Sie von der industriellen Nutzung von Silber profitieren können,
  • ob Seltene Erden und Technologiemetalle für Sie als Wertanlage in Frage kommen und
  • was die Licht- und Schattenseiten des Diamant-Investments sind.

Diversifikation – warum muss mein Vermögen auf drei Beinen stehen?

„Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb“. Kaum eine Börsenweisheit beschreibt den Grundgedanken der Diversifikation so treffend. Trotzdem besteht das Vermögen vieler Menschen zu einem großen Teil aus nur einer Anlageklasse: Geld auf dem Konto, eine Immobilie, Aktien oder – gerade in unsicheren Zeiten – Gold.

Mehr lesen
Diversifikation – warum muss mein Vermögen auf drei Beinen stehen?

Inflation verstehen – warum ist mein Geld morgen schon weniger wert?

Inflation gehört zu den Begriffen, die regelmäßig in den Nachrichten auftauchen – doch viele Menschen spüren ihre Auswirkungen vor allem im Alltag: Der Einkauf wird teurer, Energie kostet mehr, Dienstleistungen steigen im Preis. Was gestern noch selbstverständlich war, kostet heute plötzlich deutlich mehr.

Mehr lesen
Inflation verstehen – warum ist mein Geld morgen schon weniger wert?

Die Geschichte des Goldstandards – und warum er heute wieder relevant ist

Gold und Geld: Eine Verbindung mit jahrtausendealter Geschichte

Gold fasziniert die Menschheit seit Tausenden von Jahren. Schon antike Kulturen nutzten das Edelmetall nicht nur als Schmuck, sondern auch als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung. Der Grund dafür ist bis heute unverändert: Gold ist selten, langlebig, nicht beliebig vermehrbar und weltweit anerkannt.

Über viele Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine besondere Verbindung zwischen Gold und Währungen. Der sogenannte Goldstandard prägte die internationale Finanzordnung über lange Zeit und sollte vor allem eines gewährleisten: Vertrauen in Geld.

Mehr lesen
Die Geschichte des Goldstandards – und warum er heute wieder relevant ist

Aktuelles und Wissenswertes zu Edelmetallen und weiteren Investmentchancen

Melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter an und erhalten regelmäßig Infos zum krisensicheren Investieren, Aktuelles und Wissenswertes rund um die Themen Edel- und Technologiemetalle, Diamanten und Seltene Erden, zum Marktgeschehen und langfristigen Investmentchancen – direkt in Ihr E-Mail Postfach.